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<title>Glarner Sprinter</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Glarner Sprinter</span></h1>
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<p><b>Glarner Sprinter</b> war die Bezeichnung für die <a href="RegioExpress" title="RegioExpress">RegioExpress</a>-Züge (RE) der <a href="Schweizerische_Bundesbahnen" title="Schweizerische Bundesbahnen">Schweizerischen Bundesbahnen</a> (SBB), welche das <a href="Kanton_Glarus" title="Kanton Glarus">Glarnerland</a> mit <a href="Z%C3%BCrich" title="Zürich">Zürich</a> verbunden hatten. Die Züge verkehrten Montag bis Freitag zwischen dem glarnerischen <a href="Schwanden_GL" title="Schwanden GL">Schwanden GL</a> und dem <a href="Z%C3%BCrich_Hauptbahnhof" title="Zürich Hauptbahnhof">Zürcher Hauptbahnhof</a>, am Wochenende zwischen <a href="Linthal_GL" title="Linthal GL">Linthal GL</a> und Zürich.
</p><p>Die <a href="Reisezeit" title="Reisezeit">Fahrzeit</a> der Züge werktags zwischen Zürich und Schwanden betrug im Jahr 2010 61 Minuten bei der Bedienung von zehn Halten, am Wochenende mit der Verlängerung nach Linthal 82 Minuten bei 13 Halten.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Er verkehrte am 14. Juni 2014 zum letzten Mal als RE, die Linie wird seit dem 15. Juni 2014 als S 25 im Stundentakt betrieben.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte">Geschichte</h2></div>
<p>Seit der Stilllegung der alten <a href="Vereinigte_Schweizerbahnen" title="Vereinigte Schweizerbahnen">VSB</a>-Strecke Weesen–Näfels im Jahr 1918 verkehrten die Regionalzüge über die <a href="Linksufrige_Seebahn" class="mw-redirect" title="Linksufrige Seebahn">linksufrige Seebahn</a> bis <a href="Bahnhof_Ziegelbr%C3%BCcke" title="Bahnhof Ziegelbrücke">Ziegelbrücke</a> statt bis nach Näfels. Dadurch bestand keine direkte Verbindung mehr aus dem Glarnerland nach Zürich.
</p><p>Die Umsetzung des «Glarner Traums», einer direkten Zugverbindung nach Zürich, wurde von der Glarner Regierung, dem «Pendlerverein» und den SBB als eines der Einzelprojekte des Konzepts <a href="Bahn_2000" title="Bahn 2000">Bahn 2000</a> in Angriff genommen und auf den Fahrplanwechsel per 12. Dezember 2004 umgesetzt. Die Zugslage wurde grösstenteils durch die Trasselücke vorgegeben, die durch die zweistündliche EC-Verbindung nach Wien besteht. Ein Grund für die Einführung 2004 war der Wegfall des Umsteigehalts der IC/EC-Züge in Ziegelbrücke, wodurch der stündliche Anschluss verloren ging. Weil sich die EC-Züge beim Fahrplanwechsel am 12. Dezember 2009 um eine Stunde verschoben, haben sich auch die Verkehrszeiten des Glarner Sprinters verschoben.
</p><p>Vorgesehen war ein Stundentakt, der allerdings aufgrund finanzieller Probleme des <a href="Kanton_Glarus" title="Kanton Glarus">Kantons Glarus</a> und technischer Probleme seitens der SBB wieder fallengelassen werden musste.
</p><p>Der «Glarner Sprinter» diente vor allem Wegpendlern, die aus dem Kanton Glarus in den Grossraum Zürich fahren. Umgekehrt erhoffte sich der Kanton Glarus eine Belebung des Wochenend-Tourismus durch Schneesportler sowie Wanderer und Bergsteiger aus der Region Zürich, denen eine direkte Zugverbindung ins Glarner Grosstal zur Verfügung steht.
</p><p>Als einziger RegioExpress in der Schweiz wurde der «Glarner Sprinter» morgens und abends von einer «Railbar» (Minibar) bedient. Diese Dienstleistung wurde mangels Nachfrage 2006 aufgegeben.
</p><p>Im Rahmen der vierten Teilergänzung der <a href="S-Bahn_Z%C3%BCrich" title="S-Bahn Zürich">S-Bahn Zürich</a> wurde der lang ersehnte Stundentakt umgesetzt und gleichzeitig bedient der Glarner Sprinter seither auch Wädenswil und Lachen an.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Gleichzeitig wurde der Glarner Sprinter zur S25 der S-Bahn Zürich und wird mit doppelstöckigen Rollmaterial (meistens DPZ mit Re 450, seltener RABe 514) bedient.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Rollmaterial">Rollmaterial</h2></div>
<p>Als Rollmaterial für diese Linie dienten anfänglich zwei fünfteilige <a href="Neuer_Pendelzug" title="Neuer Pendelzug">NPZ</a>-Kompositionen der SBB, bestehend aus den beiden <a href="SBB_RBDe_4/4" title="SBB RBDe 4/4">RBDe 560</a> 120 («Netstal») und 560 123 («Braunwald»), die mit je drei modernisierten <a href="Einheitswagen_I" class="mw-redirect" title="Einheitswagen I">Einheitswagen I</a> als Zwischenwagen und einem NPZ-Steuerwagen verkehrten. Die beiden Kompositionen für den «Glarner Sprinter» wurden mit Aufklebern versehen und unterschieden sich damit äusserlich von den übrigen NPZ. Wenn eine der beiden NPZ-Kompositionen nicht zur Verfügung stand, kamen <a href="SBB_RABe_514" title="SBB RABe 514">RABe 514</a> zum Einsatz.
</p><p>Als Glarner Sprinter verkehrten ab Juni 2009 zwei modernisierte «<a href="SBB_RBDe_4/4#Modernisierung_Domino" title="SBB RBDe 4/4">NPZ Domino</a>» mit vier neuen Niederflurzwischenwagen. Die ursprünglich auf den Fahrplanwechsel im Dezember 2008 geplante Umstellung verspätete sich wegen Lieferverzögerung bei den Inova-Zwischenwagen von Bombardier und einen Rückstand bei der Modernisierung der NPZ-Triebwagen und NPZ-Steuerwagen. Die erste Klasse ist neu im At-Steuerwagen und in den zwei AB-Zwischenwagen angesiedelt.
</p><p>Die beiden «NPZ Domino» (NPZ DO GLS) setzen sich als permanent formierte sechsteilige Kompositionen aus den folgenden Fahrzeugen zusammen:<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<ul><li><span style="font-family:monospace;">RBDe 94 85 7 560 201–202</span> (NPZ-Triebwagen)</li>
<li><span style="font-family:monospace;">AB 50 85 39-43 001–004</span> (Inova-Zwischenwagen mit WC)</li>
<li><span style="font-family:monospace;">B 50 85 20-43 001–004</span> (Inova-Zwischenwagen ohne WC)</li>
<li><span style="font-family:monospace;">At 50 85 19-43 801–802</span> (NPZ-Steuerwagen)</li></ul>
<p>Diese Fahrzeuge wurden nach der Umstellung auf S-Bahn-Fahrzeuge wieder normalisiert. Sie verloren ihren Sonderanstrich und die AB (mit WC) wurden in B (ohne WC) deklassiert. Bei den beiden At war noch nicht vorgesehen, sie in ABt umzubauen/deklassieren, sie wurden vorläufig weiterhin als At eingesetzt.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Seit 15. Juni 2014 wird die Linie mit regulären doppelstöckigen Rollmaterial der S-Bahn Zürich betrieben (meistens DPZ mit <a href="SBB_Re_450" title="SBB Re 450">Re 450</a>), und auch nicht mehr als <i>RE</i>, sondern als <i>S 25</i> bezeichnet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Fahrplan">Fahrplan</h2></div>
<p>Der Zug verkehrte tagsüber im Zweistundentakt als RE von Zürich nach Schwanden. Zwischen <a href="Z%C3%BCrich_Hauptbahnhof" title="Zürich Hauptbahnhof">Zürich HB</a> und <a href="Bahnhof_Ziegelbr%C3%BCcke" title="Bahnhof Ziegelbrücke">Ziegelbrücke</a> hielt er nur in <a href="Bahnhof_Pf%C3%A4ffikon_SZ" title="Bahnhof Pfäffikon SZ">Pfäffikon SZ</a>, Lachen und Siebnen-Wangen. Auf dem Abschnitt Ziegelbrücke – Schwanden wurden alle Bahnhöfe bedient, Ennenda und Mitlödi allerdings nur an <a href="Arbeitstag" title="Arbeitstag">Arbeitstagen</a>. An den Wochenenden fuhr der Glarner Sprinter von Schwanden weiter bis nach Linthal, bediente jedoch auf diesem Abschnitt nur Linthal Braunwaldbahn.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Seit der Stilllegung des Angebotes verkehren die 2x teilweise zurückgerüsteten Züge auf der Aarauer S-Bahn.
</p><p>Hauptsächlich auf den Linien:
</p><p>- S23 Langenthal BE–Olten(–Aarau–Lenzburg–Othmarsingen–Lupfig–Brugg–Turgi–Baden (nur bis zum Fahrplanwechsel 2024))
</p><p>- S28 Zofingen–Kölliken–Oberentfelden–Suhr–Lenzburg
</p>
<p>- S29 Turgi–Brugg–Holderbank–Wildegg–Aarau–Olten–Zofingen(–Reiden–Dagmarsellen–Nebikon–Sursee)
</p><p>Die damals fix eingereihten Wagen verkehren nun getrennt voneinander in neu zugeteilten Kompositionen. Einzig der Steuer- und Triebwagen verkehren nach wie vor miteinander (Stand 2024).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Glarner_Sprinter?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Glarner Sprinter</a></span></b> – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Kursbuch 2010</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
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<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Nummern gemäss <i>Schweizer Eisenbahn-Revue</i>. Nr. 7/2009, Minirex AG, Luzern 2009, S. 374</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">EA 7/2014 S. 327</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.fahrplanfelder.ch/fileadmin/fap_pdf_fields/2012/720.pdf"><i>720 Zürich–Thalwil–Ziegelbrücke. Zürich–Thalwil–Zug.</i></a> In: <i><a href="Offizielles_Kursbuch" title="Offizielles Kursbuch">Offizielles Kursbuch</a>,</i> <a href="Fahrplanjahr" class="mw-redirect" title="Fahrplanjahr">Fahrplanjahr</a> 2012</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.fahrplanfelder.ch/fileadmin/fap_pdf_fields/2012/736.pdf"><i>736 Ziegelbrücke–Linthal.</i></a> In: <i>Offizielles Kursbuch,</i> Fahrplanjahr 2012</span>
</li>
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